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Billi und Lissy

Billy vom Egautal und ich fuhren mal wieder nach Berlin, um meine Freundin zu besuchen, die im 4. Stock eines Hochhauses eine Wohnung hatte. Ich war vollbepackt und konnte eigentlich nur ahnen, wo an meiner Laufleine Billy ging, denn ich hatte einen sehr großen Teppich auf der Schulter, der mir meine Sicht zum Boden nahm. So ging ich in Richtung Fahrstuhl in der Annahme, dass mein Hund zu meinen Füßen mitlief. Die Fahrstuhltür ging auf und ich trat ein, drückte den Knopf, glaubte den Hund an meiner Seite, denn die Laufleine gab keinen Widerstand. Wir kamen schließlich öfters hierher und er hatte vor dem Aufzug keine Angst. Der Fahrstuhl schloss sich und in dem Moment hörte ich ein seltsames surrendes Geräusch. Mir blieb das Herz stehen! Wo war denn Billy? Erst in diesem Augenblick registrierte ich, dass mein Hund gar nicht im Aufzug stand. Was tun? Ich drückte automatisch an den Aufzugknöpfen herum. Dann riss es mir die Laufleine aus der Hand und sie fiel zu Boden. Schon gab es eine knirschendes Geräusch, die Leine riss. So, da stand ich nun im Aufzug, fuhr Richtung 4. Stock, hatte eine kaputte Laufleine in der Hand, einen Teppich auf der Schulter, aber keinen Hund. Ich muss wohl sehr betreten dreingeschaut haben. Ich konnte aus dem Aufzug nicht raus, und irre Gedanken drängelten sich in meinem Kopf herum. In Gedanken sah ich immer meinen Hund, wie es ihn in die Luft zog, halb erhängt von der Leine, bis der Aufzug so hoch war, dass die Leine riss. Kaum war ich im 4.Stock angelangt, warf ich den Teppich hinaus und fuhr gleich anschließend wieder in das Erdgeschoss. Kribbelig und ungeduldig wartete ich , bis der Aufzug wieder unten war. Dann ging die Türe auf!! Genau vor der Tür wartete Billy schwanzwedelnd auf mich. Es schien, als wäre gar nichts passiert, denn er hüpfte sofort in den Aufzug und schaute mich erwartungsvoll an. Wir fuhren also wieder hinauf, nahmen den Teppich und besuchten meine Freundin und deren Dackelhündin Lissy.

1 Jahr später......
Wir verbrachten einen Familienurlaub in Italien und waren ständig unterwegs. Wir beschlossen, einen Ausflug zu machen, und gingen gemeinsam zum Hotelaufzug. Der Aufzug kam, die Tür ging auf, die Tochter betrat den Aufzug und Lissy, die Dackelhündin hechtete hinterher, ohne dass es gleich jemand bemerkte. Nun war der Aufzug aber schon ziemlich voll, und so schlossen sich die Türen, und er fuhr Richtung Erdgeschoß. Erst als die Laufleine an der Hand meiner Freundin zu surren begann, vermissten wir den Hund. Die Aufregung war groß, und bis wir überhaupt zu denken anfangen konnten, riss die Leine. Wir rannten Richtung Treppe und im Eiltempo ging es zum Erdgeschoß hinunter. Dort wartete unsere Tochter mit Lissy auf dem Arm! Grinsend! Was war passiert? Der Aufzug hatte sich nach unten in Bewegung gesetzt und die Leine war abgelaufen. Auf einmal, so erzählte sie uns, wurde die Hündin an die Decke des Aufzuges hinaufgezerrt, und hing da kurz in der Luft. Die Hündin kreischte wie eine Irre, sagte unsere Tochter, hing oben an der Decke, das hätte schon kurios ausgesehen, dann riss die Leine und sie plumste mit großem Geschrei zu Boden. In dem Augenblick ging auch schon die Türe auf und Lissy raste wie eine Rakete aus dem Aufzug, Nun haben wir also zwei Hunde und in einem Jahr genau dasselbe Mißgeschick erlebt, das kann man ja fast nicht glauben. Einmal mit dem Fahrstuhl auf dem Weg nach oben und einmal auf dem Weg hinunter! Hoffentlich nicht noch einmal, denn der Schreck war doch jedesmal sehr groß.

Kurt Pospischil und Billy, the Kid vom Egautal