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Die Blechgarage

Es war sehr spät in der Nacht! Ungefähr 2 Uhr morgens! Ich ließ also meine Hündin Billie vom Egautal nochmals kurz in den Garten, falls sie noch „Gassi“ mußte. Ich öffnete die Tür, und schwupp di wupp, war sie schneller draußen, als ich gucken konnte. Vielleicht ein interessanter Duft? Eine Katze? Kurze Zeit später war Billie aber immer noch nicht zurück, und da ich gerne ins Bett gehen wollte, mußte ich wohl oder übel selber im Garten nachschauen. Ich sah keinen Hund! Wo war sie nur? Plötzlich hörte ich ein Geräusch hinter der angrenzenden Blechgarage von meinem Nachbarn. Sie war doch nicht etwa hinter der Garage?! Sie war! Natürlich! Typisch Billie, überall die Nase drin! Leider ist dieser Spalt nur für die Größe einer Katze oder eines Irish in Welpengröße begehbar, aber bestimmt nicht für eine ausgewachsene Hündin. Sie ist der Katze hinterher hineingekrochen – aber heraus kam sie nicht mehr. Sie steckte fest, es ging weder vor noch zurück! Ich schimpfte vor mich hin. Ausgerechnet um diese Nachtzeit! Nun gehöre ich selbst nicht zu den besonders kleinen Menschen und hatte so auch gar keine Chance, über den Spalt zu ihr zu gelangen. Müde und leicht grantig holte ich mir also eine Taschenlampe und ein Leiter, um auf diese blöde Garage zu kommen. Ich dachte mir noch: „Wenn mich einer nachts um ½ 3 in Shorts auf die Garage krabbeln sieht, der denkt doch bestimmt, ich habe sie nicht alle!“ So kroch ich auf das Dach und robbte zu dem Spalt. Sie klemmte doch tatsächlich wie in einer Falle fest. Ich sah mich schon meinen Nachbarn aus dem Bett holen, damit er sein Auto aus der Garage fährt, und in Gedanken flexte ich schon ein Loch in die Hinterwand der Garage, damit ich diesen verflixten neugierigen Hund aus seinem Gefängnis befreien kann. Ich versuchte meine Billie zu erreichen. Aber meine Hand schaffte es nur bis zu ihrer Schnauze! Mist! Ich packte also ihre Schnauze, ( das hört sich jetzt wirklich brutal an ) zog sie an der Schnauze ein Stückchen hoch, nur soweit, dass ich ihr an die Brust mit der anderen Hand kam und zog sie so auf das Blechdach. Da saßen wir nun – mitten in der Nacht – ich nur mit Shorts bekleidet und sie völlig verdattert – auf der Blechgarage.

Joachim Böck und Billie vom Egautal

Billie